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Fitnesstrainer in der Corona Pandemie | Finanzielle Hilfen für Freiberufler / Soloselbstständige

Erschienen: 
15.01.2021
Autor: 
Oliver Neumann
Lesedauer: 5 Minuten

Update vom 26.02.2021

Überbrückungshilfe III

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Herausforderungen für die Gesellschaft und Wirtschaft, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) & das Bundesministerium der Finanzen (BMF) die Überbrückungshilfen erneut verlängert sowie deutlich vereinfacht und geändert.


Wir stellen Dir die wichtigen Punkte zur Überbrückungshilfe 3 nachfolgend das BMWi und das BMF zitierend vor:

"Was ist Neu?

Fixkostenzuschüsse für Monate mit Umsatzeinbußen von mindestens 30 Prozent zwischen November 2020 und Juni 2021.

Auch größere Unternehmen (bis 750 Millionen Euro Jahresumsatz) haben Anspruch.

Förderhöchstbetrag pro Monat: 1,5 Millionen Euro (bisher 50.000 Euro; Erhöhung auf 3 Millionen Euro für Verbundunternehmen, im Rahmen der Höchstgrenzen der EU-Beihilferegeln).

Mehr Fixkosten erstattungsfähig: z.B. auch bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen bis zu 20.000 Euro pro Monat zur Umsetzung von Hygienekonzepten (auch rückwirkend bis März 2020); Investitionen in Digitalisierung (z.B. Aufbau eines Onlineshops, Eintrittskosten bei großen Plattformen) einmalig bis zu 20.000 Euro.

Zusatzregelungen für Reisebranche (Provisionen sowie Erstattung von externen Ausfall- und Vorbereitungskosten sowie eine Personalkostenpauschale für bestimmte Reisen rückwirkend ab März bis Dezember 2020), Kultur- und Veranstaltungsbranche (Erstattung von Ausfall- und Vorbereitungskosten rückwirkend ab März bis Dezember 2020), stationären Einzelhandel (Abschreibungskosten verderbliche Ware und Ware für Wintersaison 2020/2021, die vor 1. Januar 2021 eingekauft wurde und wegen des Lockdown nicht abgesetzt werden konnte und Unternehmen der pyrotechnischen Industrie (Transport- und Lagerkosten nach Verkaufsverbot von Silvesterfeuerwerk sowie Förderung von Fixkosten März bis Dezember 2020 bei Umsatzrückgang von mindestens 80 Prozent im Dezember 2020 gegenüber Dezember 2019).

Wer kann die Förderung beantragen?

Unternehmen, Soloselbständige, und Freiberufler bis zu einem Jahresumsatz von 750 Millionen Euro im Jahr 2020 sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen aus allen Branchen.

Voraussetzung sind Corona-bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 Prozent in jedem Monat, für den der Fixkostenzuschuss beantragt wird. Maßgeblich für den Vergleich ist der Referenzmonat im Jahr 2019. Für Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 30. April 2020 gegründet wurden, gelten besondere Vorschriften. Unternehmen, die November- und/ oder Dezemberhilfe erhalten, sind für diese Monate nicht antragsberechtigt.

Wie stellen Sie den Antrag?

Der Antrag kann über eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt sowie über vereidigte Buchprüferinnen und Buchprüfer stellen. Die Kosten werden bezuschusst.
Alle Infos zum Registrierungs- und Anmeldeverfahren für prüfende Dritte finden Sie hier.
Auch Soloselbständige können bei der ÜH III Anträge auf Fixkostenzuschüsse über prüfende Dritte stellen. Die Kosten dafür werden bezuschusst. Alternativ können Soloselbständige im Rahmen der sogenannten Neustarthilfe eine einmalige Betriebskostenpauschale in Höhe von bis zu 7.500 Euro erhalten. Die Betriebskostenpauschale („Neustarthilfe“) für Soloselbstständige in Höhe von bis zu 7.500 Euro kann nur direkt beantragt werden (gesonderte FAQ „Neustarthilfe“ werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht).

Was und wie wird gefördert?

Mit der Überbrückungshilfe werden betriebliche Fixkosten bezuschusst. Der maximale Förderbetrag wurde auf 1,5 Millionen Euro (weitere Erhöhung auf 3 Millionen Euro für Verbundunternehmen in Vorbereitung) angehoben. Die beihilferechtlichen Grenzen, die derzeit bei 12 Millionen Euro (für alle staatlichen Förderprogramme wie z.B. KfW-Schnellkredit, Soforthilfe, November-/ Dezemberhilfe) liegen, sind zu beachten. Dabei haben Unternehmen, die weniger als 2 Millionen Euro beantragen ein Wahlrecht zwischen Bezuschussung nach Bundesregelung Fixkosten, die die Vorlage einer Verlustrechnung bedingt, und der Bundesregelung Kleinbeihilfen. Weitere Infos dazu hier.

Erstattet werden:
bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch

bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei 50 Prozent bis 70 Prozent Umsatzeinbruch

bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mindestens 30 Prozent Umsatzeinbruch

(Umsatzeinbruch jeweils im Vergleich zum Vergleichsmonat des Jahres 2019). Junge Unternehmen können andere Umsatzzahlen heranziehen (Infos dazu hier).

Wird eine Abschlagszahlung gezahlt?

Antragsberechtigte, die den Antrag über einen prüfenden Dritten stellen, erhalten eine Abschlagszahlung i.H.v. 50 Prozent der beantragten Förderung (maximal 100.000 Euro pro Monat).

Kann die Überbrückungshilfe III beantragt werden, wenn man vorher schon andere Hilfen erhalten hatte?

Ja. Leistungen aus der Überbrückungshilfe II für November und Dezember 2020 werden angerechnet. Unternehmen, die November-/Dezemberhilfe erhalten, können aber für die Monate November und Dezember 2020 keine Anträge auf Überbrückungshilfe III stellen."

Quelle: BMWi - (https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/Artikel/ueberbrueckungshilfe-iii.html , aufgerufen am 26.02.2021)

Hinweis: Die obigen Informationen zur Überbrückungshilfe 3 stammen aus offiziellen Angaben des BMWi. Änderungen dieser Angaben versuchen wir zeitnah zu übernehmen.

Hier geht es zur offiziellen Seite der Überbrückungshilfe 3


Gibt es auch Hilfen für Soloselbständige mit nur geringen Fixkosten?

Für Soloselbständige, deren Einkommen zu mindestens 51 v. H. aus der selbständigen Tätigkeit resultiert, wird wohl laut einer vorläufigen Einschätzung unserer Steuerberater eine einmalige Betriebskostenpauschale (sog. Neustarthilfe) von bis zu EUR 7.500,00
gewährt, wenn sie ansonsten keine Fixkosten in der Überbrückungshilfe III geltend machen. Die volle Betriebskostenpauschale erhält wohl, wessen Umsatz im Zeitraum Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleichzu einem sechsmonatigen Referenzumsatz 2019 um 60 Prozent oder mehr zurückgeht.

Die Betriebskostenpauschale wird vereinfacht dargestellt wie folgt ermittelt:

Gesamtumsatz 2019 x 25 Prozent = Betriebskostenpauschale

Für Soloselbständige, die Ihre Tätigkeit erst ab dem 01.01.2019 aufgenommen haben, gelten laut unseren vorläufigen Informationen
besondere Regeln. Die Neustarthilfe wird demnach zu Beginn der Laufzeit als Vorschuss ausgezahlt, auch wenn
die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit Januar 2021 bis Juni 2021 noch nicht feststehen. Sollte der Umsatz während der sechsmonatigen Laufzeit bei über 40 Prozent des sechsmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen.

Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Wir empfehlen Dir, für die Beantragung der Hilfen einen Steuerberater hinzuzuziehen und Dich beraten zu lassen, um Fehler bei der Antragsstellung zu vermeiden und eine Ablehnung des Antrags oder Nachzahlungen möglichst zu vermeiden.


Ursprünglicher Beitrag:

November- & Dezemberhilfen

Wenn Du als Fitnesstrainer/-in, Group-Fitnesstrainer-/in oder Personaltrainer/-in selbstständig arbeitest und im Rahmen der Corona-Pandemie, im November und Dezemer 2020, Umsatzeinbüßen im Vergleich zum Vorjahr erlitten hast, wovon in der derzeitigen Situation auszugehen ist, solltest Du prüfen, ob die Umsätze bei unter 75% des Vorjahres lagen.

Ist dem so, kannst Du noch bis zum 30.04.2021, die sog. Novemberhilfe (für den Monat November 2020) sowie ggf. die Dezemberhilfe beantragen und bis zu 75% Deiner Umsätze vom Vorjahr erstattet bekommen. Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass diese Zahlungen, nach zahlreicher Kritik und medialer Berichterstattung über die Auszahlungsverzögerungen, zumindest bei uns, innerhalb weniger Tage nach der Prüfung auf dem Konto gutgeschrieben wurden. So war zumindest unsere Erfahrung aus der nachträglichen Antragsstellung im Januar 2021, für die Novemberhilfe.

Wenn Du Dir nach Sichtung des Antrags unsicher bist, können wir Dir nur empfehlen, Dich an Deine/n Steuerbrater/-in zu wenden, um Fehler in der Beantragung zu vermeiden und das optimale Ergebnis für Dich herauszuholen.


Hinweis: Dieser Beitrag wird aktualisiert, sobald und Informationen über weitere Hilfen bekannt werden.

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